
Da freut sich die Dora: Mein Mitbewohner vergeudet endlich mal seine Zeit mit etwas Sinnvollem: Malerei. Und zwar Malerei von MIR! Natürlich ist das Bild noch lange nicht fertig - man kann es jedoch schon im Fenster unseres Wintergartens bewundern.
Berlin hat einen Alexanderplatz. Ich weiß zwar nicht so genau, nach welchem Alexander der Platz benannt wurde, aber schlau wie ich bin, flieg ich dort mal hin und find's raus.
Große Buchstaben luden zum draufsitzen ein, aber auch von hier aus gewann ich keine neuen Einsichten in die Alexanderproblematik.
In der Kugel, die einer Olive auf dem Zahnstocher gleich auf Alexander gespießt wurde gab es eine Bar, aber keinen Barkeeper. Und die Getränke schmeckten pixelig.
Von oben konnte ich gut in die Ferne sehen, keine Hügel oder dergleichen, die die Sicht versperren. Das freut den Radfahrer, sieht aber todlangweilig aus.
Um den Mangel an Hügeln zu kompensieren hatte sich diese junge Besucherin wohl einen Vorrat davon mitgebracht.
Halbvampire sind Vegetarier. Sie saugen Pflanzen den Saft aus. Die Pflanzen werden dann selbst zu so einer Art Vampiren, die weiß Gott wem den Saft abdrehen.
Von wegen kein Vampir! Dagmar ist mindestens ein Halbvampir oder so. Der liebe Beavis, besser bekannt als "Mister Heusteigviertel" oder eigentlich eher "Mister Parkausweiszone 3b", Besitzer des Katzenmuseums und weltbekannt als "DJ Kitty", ahnt wohl noch nichts von der blutsaugenden Gefahr, die hinter seinem Rücken lauert. Zum Glück hat er zuvor eine Familienpackung chinesische Schwarzebohnenknoblauchsoße verdrückt.
Jetzt hab ichs raus: Schnaps macht Vampire fotografisch sichtbar.
Damit man nicht merkt, dass Dagmar ein Vampir ist, hat sie den Mund fest verschlossen. So können ihre Vampirzähne nicht Verrat üben. Ich frage mich jedoch, wie ich es trotzdem geschafft habe, die Dame zu fotografieren. Mit dorischer Schläue, die mein Wesen sozusagen durchzieht, habe ich erkannt, dass der Nicht-auf-dem-Foto-sei-Trick nur bei Vampiren funktioniert, die ihre Zähne zeigen.


Eine meiner liebsten Beschäftigungen: Räkeln. Wichtig dabei ist ein adäquates Räkeloutfit. Das Blumenmuster harmoniert halbwegs mit dem floralem Desin des Hintergrundes, wenngleich die Farbabstimmung etwas zu wünschen übrig lässt. Hätte ich unermessliche Macht, dann würde ich einen solchen Zauber wirken, als dass meine Umwelt sich stets an meine Farbgebung adaptiert.
Ich habe mal ein etwas abendlicheres Kleid angezogen, auf die Gefahr hin als overdressed durchzugehen. Das ist natürlich totaler Blödsinn, denn es gibt immer einen Anlass, warum ich einen schicken Fummel tragen kann. Zum Beispiel die Tatsache, dass mir grad nach feierlichem Auftritt ist. Feiertag ist schließlich dann, wenn ich beschließe zu feiern.

Ich habe mich dann auch mal in der virtuellen Welt nach Stuttgart begeben und habe den Fernsehturm gefunden. Oder genauer gesagt eine Baustelle. Der nette Herr im schwarzen Anzug war gerade dabei, den Vater aller Fernsehtürme nachzukonstruieren. Das Ansinnen ist gut, der Ausblick jedoch nicht ganz so fein wie auf dem echten Turm.


Endlich ist es soweit:
Warum jemand ausgerechnet eine virtuelle Variante des Marienplatzes in Stuttgart erstellt hat, ist mir noch nicht so ganz klar, aber als Bewohnerin des Heusteigviertels (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&&sll=37.0625,-95.677068&sspn=55.455479,86.396484&ie=UTF8&ll=48.766189,9.17559&spn=0.002853,0.005273&t=k&z=18&om=1) wollte ich dann doch mal wissen, wie diese Betonwüste in den virtuellen Raum transferiert wurde. Alles ist ein bischen kleiner und es ist alles vollgestellt mit Zeug, welches zur Unterhaltung der Besucher taugen soll.
Dazu gibt es ein paar Läden. Einer davon erfreut die Schwäbin in mir: Alles umsonschd. Virtuelle Kleider und protzige Handtaschen! So kann ich mir wenigsten virtuell einen aufstrebenden Yuppie vom Bosch oder Daimler krallen, damit er mir ein Reihenhaus baut und mir genügend Geld anschleppt, dass ich es im Breuninger wieder rauswerfen kann. Da ich dann aber mehr Kleider als Körperteile und Tage habe, sie zu tragen, kann ich sie ja in Second Hand Läden verkaufen. Falls das mit dem Businesskasper nicht klappt, kann ich da ja dann die Klamotten billig kaufen. Und ich muss mich nicht auf so eine Schnarchnase einlassen. Und günschdig isch 's au.

Schnell war die Flasche gelehrt.
Ich holte ein Kleinod aus meiner Sammlung räudiger Schnäpse und reichte ihr die Flasche vietnamesischen Klebreisvodkas.
Andere Länder, andere Trinksitten, dachte ich mir und der Abend wurde lustig ...
Ich bin mit dem Schiff zurück nach Stuttgart gereist und habe die Sardorin mitgenommen. Da ich ihren komischen sardorischen Namen weder verstehen noch aussprechen konnte, habe ich sie Betania genannt, was mir zu diesem Zeitpunkt ein passender Name für eine wilde Eingeborene schien.
Alle Passanten blieben stehen und bewunderten das exotische Wesen aus der mediterranen Inselwelt in ihrem farbenfrohem traditionellem Gewand, das sie in einem ihrer vier armadio portabile, dem traditionellen Kleiderschrankkoffer, dabeihatte, die sie mit auf die Reise nahm.

Der Tag auf Sardorien beginnt fröhlich. Der Frühstücksschnaps, das Acqua Danno di Fegata aus dem kleinen Fass in der Mitte des Tisches wird mit einer Substanz verfeinert, die man aus dem Sekret der sardorischen Kröte entnimmt. Das verstärkt die elendsverursachende Wirkung des Alkohols und sorgt für gelassene bis heitere Stimmung.
Ich war eher skeptisch, doch meine einheimische Begleiterin gab mir zu verstehen, dass die finsteren Gesellen am anderen Ende der Bar ein Nichtaustrinken der braunen Brühe als Beleidigung von Vaterinsel, Sardorenehre und ihrer Mütter auffassen würden.
Ich nahm mir ein Beispiel an der stolzen Einheimischen, die sich das räudige Gesöff in einem Zug in den Hals stellte, bereute es jedoch später.
