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Sonntag, 4. Oktober 2009

Bülerie statt Bütque?

Zuerst die gute Nachricht: Ich habe einen Flug nach Japan gebucht! Und diesmal nicht bei Google Earth, sondern mit der Fluglinie ANA. Zwischen Weihnachten und Neujahr bin ich dann mal weg. Und werde natürlich viel erleben und berichten.

Die schlechte Nachricht: Die Bütique hat zugemacht. Ab morgen sind nur noch meine Galerie und Martins Büro in der alten Metzgerei in der Heusteigstraße 65. Das ist schade, war die Bütique doch ein Treffpunkt für Freunde individueller Kleidung und eine tolle Quelle dieser. Ich habe dort großartige Menschen kennengelernt und wunderbare Nachmittage verbracht.
Ursprünglich war die Idee von Betania, Martin und mir, Büro und Boutique in einem Raum zu teilen, daher der Name Bütique. Besucher meiner Vernissagen lernten so Betanias Boutique kennen, ihre Kunden besuchten meine Galerie und wurden zum Teil sogar Kunden von Martins Kommunikationsbüro. Während Betania sich um die Boutique kümmerte sorgten Martin und ich dafür, dass die Bütique bekannt wurde. Das klappte gut, dank der Stadtmagazine Lift und Prinz, Bloggern wie Kessel.tv und vielen anderen Medien, die stets über uns schrieben. Die Fotografen Frank und Steff, und später auch Tamara Arne, haben Betanias Kleider wunderschön inszeniert fotografiert. Die kleinen, gezackten Kärtchen, auf denen wir hunderte von verschiedenen Motiven druckten, wurden von den Kunden geliebt und dekorieren die eine oder andere Wohnung. Wir haben neben Vintage/Second Hand auch Mode von Stuttgarter Jungdesignern geführt: Judith Schöntag, Skurril, Schwabenkind/Carla Maria. Auf unseren Parties und Vernissagen war schwer was los. Bei unserer Eröffnungsparty spielte sogar die Band Hitboutique im Laden und ein alter Metzgerkühlschrank kühlte 100 Flaschen Prosecco, die bis zur letzten geleert wurden. (Leni vom Erdgeschoss hat, wie ich mich erinnern kann, die letzte getrunken).

Ohgottogott, ich werd wehmütig! Als Betania unlängst ankündigte, sie wolle aufhören, war das zuerst ein Schock. Martin und ich beschlossen, den Laden weiter führen zu wollen, da wir beide daran glauben, dass das Konzept der Bütique aufgehen kann. Wir wollten nicht, dass all die Liebesmüh, die wir in die Bütique gesteckt hatten, für die Katz wär. Wir hatten auch schon einen Plan, wie wir das Ganze hätten organisieren könnten. Dazu ist es nie gekommen. Betania hat den Laden mit allen Kleidern verlassen. Martin und ich müssen die Lücke jetzt erst mal füllen. Ich werde wohl erst mal die bestehende Ausstellung erweitern und mich dann um neue Dinge kümmern. Ob neben Galerie und Büro (Bülerie? Galero?) wieder Waren verkauft werden, steht noch in den Sternen. Ich halte euch auf dem Laufenden, was das betrifft.

Jetzt heißt es erstmal nach vorne schauen, denn das Neue birgt viele Chancen. Welch abgedroschener Satz, mir fällt heute auch nichts schmissiges ein. Scheiß der Hund drauf, ich kann auch nicht immer vor Esprit sprühen. Wenn ich ehrlich bin, kotzt mich das Ganze gerade ganz schön an. Es tut weh, etwas gehen zu lassen, was ich irgendwie geliebt habe. Ich scheiße auf alle Aufmunterungsfloskeln und nehme mir heraus, bar jeder Vernunft hier mal abzukotzen: F I C K E N 2000! §$(*/#&! Über die guten Seiten der Sache hab ich jetzt überhaupt keinen Bock nachzudenken. Das kommt schon schnell genug. Jetzt ist erstmal Fluchen angesagt. Dann freu ich mich schon mal auf Japan.

Sonntag, 19. Juli 2009

Feste Feiern bis wir fallen.




Vor einem Jahr eröffneten wir die Bütique mit einer Ausstellung der Fotografen Frank und Steff. Sie haben neben alten Arbeiten auch jene Fotos ausgestellt, die sie kurz zuvor im noch leeren Laden von unserer Mode fotografiert haben. Die Bilder waren super, wir haben noch mehrere Serien mit ihnen zusammen gemacht. Die Fotografin Tamara Arne, die bei der ersten Serie noch als Model im Kühlschrank posierte, fotografierte für uns erst unlängst eine Serie in einem trocken gelegten See. All das zusammen ist Stoff für die Ausstellung zu unserem ersten Geburtstag.
Kurzer Rückblick:

Auf dem Bild: Kühlschrank der Bütique, hat zur Eröffnung 100 Flaschen Prosecco gekühlt, dient heute der Accessoireaufbeahrung.

Zweite Ausstellung: Harald Zylka, Malerei, Weiber. Gute Party, zu viel Vodka. Zum ersten Mal unter dem Namen "Galerie Dora Asemwald" ausgestellt.

Keine Ausstellung, aber trotzdem gute Feier.

Dritte Ausstellung: Svenja Eckert. Der Laden war voll wie nie zuvor.

Danach stellte die Bütique am 8. Mai die Mode von Skurril vor, es gab jedoch keinen Flyer. War trotzdem voll. Flyer sind überbewertet. Es sei denn, man kann Notizen drauf machen oder ihn zerknüllen und anderen an den Kopf werfen.

Fotos von den Veranstaltungen sammel ich bei Facebook. Die sind derzeit frei zugänglich unter: http://www.facebook.com/pages/Stuttgart-Germany/Butique/68049330961#
http://www.facebook.com/pages/Stuttgart-Germany/Galerie-Dora-Asemwald/56117477842?ref=s#

Wer keine Angst vor gläsernem Menschendasein hat, findet mich unter http://www.facebook.com/dora.asemwald.