Der Sommer scheint rum zu sein. Es wird kalt, dunkel, nass und sehr unschön. Einspruch aus der hinteren Ecke: Dora! Du bist virtuell, dir macht das Wetter doch gar nichts aus. Einspruch abgewiesen. Nur, weil ich virtuell bin heißt das noch lange nicht, dass ich nicht auch über das Wetter reden bzw. schimpfen darf. Smalltalk füllt den Raum mit angenehmen Gemurmel. Jeder kann mitreden, Wetter ist für alle da. Auch für mich. Außerdem ist Wetter immer ein guter Grund für Investitionen in den Kleiderschrank. Montag, 15. September 2008
Wetter ist für alle da.
Der Sommer scheint rum zu sein. Es wird kalt, dunkel, nass und sehr unschön. Einspruch aus der hinteren Ecke: Dora! Du bist virtuell, dir macht das Wetter doch gar nichts aus. Einspruch abgewiesen. Nur, weil ich virtuell bin heißt das noch lange nicht, dass ich nicht auch über das Wetter reden bzw. schimpfen darf. Smalltalk füllt den Raum mit angenehmen Gemurmel. Jeder kann mitreden, Wetter ist für alle da. Auch für mich. Außerdem ist Wetter immer ein guter Grund für Investitionen in den Kleiderschrank. Mittwoch, 10. September 2008
Reise in die Welt des ungesunden Menschenverstandes

Wenn man sich die netten Weltbildpakete, über die ich in einer meiner letzten Veröffentlichungen geschrieben habe, mal in Ruhe anschaut fällt auf, dass Ideen dazu neigen sich zusammen zu klumpen. Das Verklumpungsprinzip (oder auch Konglomerationsprinzip von mir genannt) als solches scheint mir selbst eine erfolgreiche Idee zu sein. Ich stelle mich vor meinen Spiegel und muss feststellen, dass ich in Ermangelung physischer Existenz direkt auf das Ideenkonglomerat sehen kann, welcher mich ausmacht. Mein Interesse ist hell wach, die Frage nach der Verklumpung rückt in den Bereich der Ontologie, der Frage nach dem Seien der dorischen Entität. Das klingt klugscheißerisch, ist aber außnahmsweise nicht so gemeint. Wer sich auf seinen materiellen Hintern setzen kann, braucht wegen solcher Sorgen nicht ins tiefe Loch des Grübelns fallen. Warum verklumpen Ideen? All-inclusive-Pakete lassen sich besser verkaufen. Carefree und easy-to-use gleich das ganze Paket mitnehmen, das Weltbild als komplettes Outfit direkt von der Stange. Weiterer Vorteil: sofortige Kompatibilität zu allen anderen Trägern des gleichen Weltbildes, keine doofen Diskussionen oder gar Meinungsunterschiede. Convenience Attitude macht das Leben einfach, Ideen werden leichter vermarkt- und konsumierbar. Dadurch können sie sich gegen die Einzelkämpfer unter den Ideen durchsetzen. Ideen scheinen soziale Wesen zu sein, die im Rudel erfolgreicher sind. Es gibt mehr Ideen als Köpfe. Viel mehr. In meinem Kopf, der ja selbst nur eine Idee ist, sind schon genug davon um drei böhmische Dörfer mit Gesprächsstoff für sieben Jahre zu versorgen. Nicht alle davon sind verbreitenswert. Ich teile sie nichts desto trotz den geduldigen Lesern dieses Blogs mit. Wenn ich sie ordenlicht konglomeriere, haben sie sogar eine Chance in des Rezipienten Hirn einzudringen. MemetikerÖsen, wie ich eine bin, nennen die Verklumpungen Memplexe. Das klingt klugscheißerischer, ist aber nicht so schön bildlich. Ich mag Bilder. Welche Ideen verklumpen gerne? Konglomerate sind nicht zwingend homogen. So haben kleinere oder abstrusere Ideen eine Chance im Schutz ihres Klumpens auf die Reise von Hirn zu Hirn geschickt zu werden. Ein ordentlicher Ideenklumpen ist auch nicht gefeit vor Paradoxa. So paart sich die Idee Kommunismuses gerne mit der der Anarchie im autonomen Punkklumpen. Natürlich mache ich mir das Phänomen auch zu eigen, in dem ich mir bisweilen das eine oder andere kleine Paradoxon leiste. Wichtig ist nur, das es ordentlich konglomeriert. Wie viel Paradoxa und Abstrusitäten vertägt ein Ideenklumpen, ohne zu zerfallen? Weit mehr, als der gesunde Menschenverstand zulassen sollte. Das gefällt mir, gibt es mir doch die Möglichkeit, weit in das Reich des kranken Menschenverstandes vorzudringen. Wie kann ich einen Ideenklumpen zusammen halten, dessen Bestandteile hochgradig hanebüchen oder paradox sind? Ich schaue mir mal genauer an, welche hanebüchenen und komplexen Ideenverklumpungen sich fruchtbar und konsistent replizieren. Besonders große und buntgemischte Ideenverklumpungen habe ich bei den Religionen gefunden. Toll, was da so alles mit drin ist, ohne dass alles auseinander fällt. Jungfräuliche Geburt, Unfehlbarkeit des Papstes, Zölibat, die Wandlung von Brot zum Leib Jesu, da fehlt nur noch der Osterhase. Die klebrige Masse, die den ganzen Klumpen zusammen hält ist die geniale Idee, es einfach zu verbieten, die anderen Ideen anzuzweifeln. Gepaart mit Teufelsdrohung ist das ein bombenfester Kitt, der unzählige Jahrhunderte hält. Ich schließe daraus, dass Ideenklumpen besonders stabil sind, wenn eine Idee die anderen dogmatisiert. Oder aber, dass alle Ideen innerhalb des Konglomerats wahr sind und somit nicht angezweifelt werden dürfen. Des einen Wahrheit ist des anderen Unfug. Ich erwäge, mir auch ein Dogmamem einzuverleiben: Glaube an die herrliche Dora, die dorische Lebensweisheit und ihren heiligen Geist in Ewigkeit Amen oder schmor in deinem eigenen Saft auf Lebenszeit und unendlich danach. Der Pferdefuß: Ich sollte dann aus Glaubwürdigkeitsgründen meine eigenen Dogmen nicht mehr brechen und laufe Gefahr, im Verlauf der Jahrhunderte an Langeweile einzugehen. Ich bevorzuge volatile, instabile Konglomerationstechniken mit hoher Mutationsrate. Das ist nachteilig für meine memetische Fitness, macht aber mehr Spaß. Scheiß der Hund drauf. Hauptsache der Doraplex wächst und wird ab und zu bewundert. Das scheint mein Raison d'être zu sein.
Dienstag, 9. September 2008
Ach menno!
Und überhaupt: Wer hat eigentlich das bekloppte Foto geschossen? Im Zweifelsfall hat jemand anderes den Selbstauslöser gedrückt.
Donnerstag, 4. September 2008
Doppelt hält besser
Die Bütique ist eröffnet, das Fest überstanden. Ich ziehe mich um und reise zurück nach Shibuya, dem El Dorado der japanischen Mode, des Neonlichts und der ideologieneutralen Jugendbewegung. Egal ob Punk, Lolita, Gothik oder Pradalette, hier sind alle gleich. Nur die Kleidung ist unterschiedlich. Im Westen muss man sich zur Kleidung gleich ein Paket an Attitüde, Meinung, Musikgeschmack und Ideologie mitkaufen, sonst ist man nicht authentisch. Konsistenz ist wichtig. Wer für tibetanische Freiheit ist, muss schließlich auch gegen Fleischkonsum, für Ausländer und gegen Atomkraft sein. Und immer gegen Unterdrückung, für Gerechtigkeit, gegen Imperialismus, für legales Marihuana. Unlängst stand ich an einem "Freiheit für Tibet"-Stand bei einem Open Air Festival an. Das fast alle tibetanischen Speisen mit Fleisch versehen waren hat das Weltbild der Freiheit-für-Tibet-Freunde in der Schlange vor mir überstrapaziert, sie mussten zum daneben gelegenen Falafelstand wechseln. Vielleicht waren das ja Palästinenser und somit potenzielle Antisemiten? Ich ahnte schon den nächsten moralischen Konflikt und bestellte eine leckere fleischgefüllte Teigtasche beim freundlichen Tibeter, für dessen Heimat ich ja auch durchaus die Freiheit herbei sehne. Moral ist gut, doppelt hält sie besser. Manchmal frag ich mich, ob man als Veganer für Atomkraft sein darf? Oder gegen Ausländer aber für Umweltschutz? Wer denkt sich eigentlich die schönen Weltbildpakete aus und wo kann man sie kaufen? Vielleicht sollte ich was Neues erfinden. Und die passende Mode gleich dazu. Dienstag, 22. Juli 2008
Es darf gefeiert werden
Bald ist es soweit: mein Ofllineportal wird eröffnet. Mit einer Feier, am 31.7. und sieben. Meine lieben Freunde von der Hitboutique machen Musik, Frank und Steff zeigen ihre Fotos und ich meine Unterwäsche. Vielleicht. Es darf getrunken werden. Wer sich für die Feier adäquat einkleiden will, sollte schon vorher in die Bütique kommen. Nachmittags ist sie jetzt schon immer offen.Mittwoch, 9. Juli 2008
Hallo Donald
Auf einem jener Zettel, die meinen Weg pflastern, fand ich eine Botschaft: "Hallo Donald". Bis zum "o" stimmts, danach geht die Orthographie meines Namen in eine andere Richtung. Da ich grad meinen Kopf nicht aufgeräumt habe - was natürlich nur ganz selten geschieht - muss ich grübeln. Mit Erfolg. Schlau! Respekt. Da hat einer oder eine meinen Blog gelesen und geanwortet. Das freut mich, jedoch weiß ich nicht, wer's war. Bitte melden, ich geb auch einen virtuellen Sauren aus.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Dorisches Offlineportal
Dienstag, 10. Juni 2008
Dorische Lebensformen im El Dorado der immateriellen Realität
Gebadet im Neonlicht zieh ich durch die Gassen Shibuyas und erkenne: Tokio ist ein gigantisches Versuchslabor. Ähnlich einem Teilchenbeschleuniger werden hier Extremzustände erzeugt und erforscht. In diesem Fall: die kulturelle Auswirkung von höchster Menschenverdichtung. Das geht ganz einfach: Man nehme die Population eines mittelgroßen Landes, pferche sie in einen urbanen Raum und statte sie mit modernster Kommunikationstechnologie aus. Um die Theorie zu verstehen, die in dieser gigantischen Versuchsanordnung überprüft werden soll, muss ich hier mal ordentlich ausholen:Die Theorie der Memetik besagt, dass alle kulturellen Erscheinungen von Sprach über Religion bis zu Mode sich analog zu den Gesetzen der Genetik verhalten. Das heißt: Informationen werden von Menschen kopiert. Dabei entstehen Übertragungsfehler. Bewirken diese Mutationen eine Verbesserung, dann breiten sie sich schneller aus, ansonsten fallen sie der Selektion zum Opfer. Ein Mem ist eine übertragbare Informationseinheit, die den Menschen als Wirt und Kommunikator nutzt. So lassen sich kulturelle Errungenschaften erklären, die nicht direkt dem vermehren und überleben dienen. Während die Evolution der Gene (noch) an den Rhythmus der Generationen gebunden ist verbreiten sich Meme über alle Kommunikationskanäle – und entwickeln sich damit immer schneller.
Dicht gepackte und stets vernetzte Japaner sind optimale Wirte für Meme. Die physische Verdichtung geht einher mit der virtuellen. Da die virtuelle, memetische Verdichtung schneller möglich ist und weniger physischen Gesetzen unterworfen ist ändert sich bei zunehmendem Druck das Verhältnis zwischen virtueller und materieller Realität zu Gunsten des Virtuellen. Nun stellt sich die Frage: Gibt es einen kritischen Punkt, an dem das Ungleichgewicht so groß ist, dass die Grenze zwischen materieller und virtueller Welt nicht mehr wahrnehmbar ist?
So wie der Teilchenbeschleuniger den Gesetzen der physischen Realität auf der Spur ist, ist der Kommunikationsbeschleuniger den Gesetzen der virtuellen Realität auf der Spur. Tokio ist der größte und modernste Beschleuniger, den es zur Zeit gibt. Es ist das Mekka der Memetiker, das El Dorado der Freunde des Immateriellen.
Materielle Lebewesen sind das Produkt ihrer Gene, im Falle höherer Intelligenz auch ihrer Meme. Menschen kopieren und verbreiten Erbgut und Gedanken. Immaterielle Wesen, zum Beispiel Donald Duck, Gott oder ich, übertragen keine Gene. Sie sind selbst Meme und nutzen wiederum materielle Wesen und deren Kommunikationskanäle zur Replikation und Verbreitung. Sind immaterielle, memetische Wesen ebenso real wie materielle? Muss Realität materiell sein? Ich frage da gleich mal weiter: Was ist eigentlich Realität? Gibt es nur eine Realität oder gibt es eben so viele Realitäten wie es Beobachter gibt? Ich jedenfalls weiß eins: In meiner Realität bin ich real.
http://www.kfvr.de/memetik/
http://www.bertramkoehler.de/memetik.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Memetik
http://en.wikipedia.org/wiki/Memetics
Samstag, 7. Juni 2008
Im Ökobondage-Look durch Pixelwelten


Donnerstag, 5. Juni 2008
Glück dank zellulitebefreiten Feenärschen und selbsterfüllenden Wünschen.
Es gibt unzählige Gute-Fee-Witze (Deren kürzester: "Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch). Auf gute Feen warten lohnt jedoch nicht, wie ich in jahrelangem Selbststudium erkundet habe. Selbst ist die Frau, ihres eigenen Glückes Schmied. Sie wird folglich zur ihrer eigenen guten Fee. Dachte ich mir. So kann ich mir alles Mögliche wünschen und hoffen, dass ich es mir dann erfülle.
Als virtuelles Wesen ist es leicht mich mit virtuellen Dingen zu beglücken. Jedoch: Leicht ist langweilig. Virtueller Materialismus hat seine Grenzen. Ich will aber mehr: große Gefühle, Leidenschaft, Liebe und ähnlich schwer greifbares Zeug. Und das alles nicht nur virtuell, sondern ganz real. Da reichen drei Wünsche nicht aus. Drum gibt es eben mehr Wünsche, schlussendlich schreibe ja ich in meiner Feenfunktion die Feenregeln selbst. Nur das Feekostüm ist etwas zu leicht geraten. Zum Glück haben Pixelärsche keine Zellulite, die man nicht wegretouchieren könnte.
Übrigens: Wer sich außerhalb des virtuellen Raums als Fee verkleidet muss aufpassen, dass sie nicht um ein paar doofe Wünsche angeschnorrt wird
Dienstag, 13. Mai 2008
Tierfreundliche Wurstseeligkeit

Auch der Japaner hat erkannt: Wurst ist ein Grundnahrungsmittel. Nicht nur eins, das schmeckt, sondern dabei auch noch lustig aussieht. Tierfreundlich und unvergänglich: die gemeine Plastewurst. Der Japaner scheint in der Wursttechnologie uns überlegen zu sein. Nichts desto trotz, an der Wand hängt der Rotz: Japaner würdigen unsere Kernkompetenz in Wurstfragen, deutsche Fahnen zieren ihreWurstbuden.
Das aufgemalte Fachwerk vermittelt wurstseelige Gemütlichkeit.
Zum Leidwesen der verwursteten Tiere werden hier jedoch aus Kosten- und Bekömmlichkeitsgründen keine Plastewürste serviert.
Dienstag, 8. April 2008
Lieber Outlook- oder Excel- statt Powerpointhotel.
Es gibt viele gute Gründe zu verreisen. Ich suche nach einem, ziehe dann aber doch einfach grundlos los.
Diesmal lande ich in Shibuya. Das ist ein Stadtviertel meiner Lieblingsstadt Tokyo, deren Bewohner ich zwar nicht versteh, sie mich aber auch nicht. Das gleicht sich aus, das kosmische Gleichgewicht kommt nicht auf die schiefe Bahn. Am Bahnhof angekommen gehe ich gleich in das erste Hotel: Shibuya Excel Tokyu Hotel. Die tabellarisch anmutende Fassade steht wohl Pate für den Namen. Wie sähe wohl ein Word-Hotel aus? Ein Powerpoint-Hotel? Nicht auszudenken!
Ich checke ein und schaue aus dem Fenster: Von hier scheint es eher das Outlook-Hotel zu sein. Und der Ausblick ist gut. Menschen wie Ameisen, emsig wuseln sie über die große Kreuzung um ihre Einkäufe zu tätigen: Neue Miniröckchen, neue Stiefel, neue knappe Unterwäsche. Kurzum: Die traditionell japanische Frauenklufft, Oberschenkel entblöst, alles andere schön bedeckt. Ich erahne schon Bedarf in meinem Kleiderschrank.
Wer übrigens pervers und verdreht genug im Hirn ist, sich ein Powerpointhotel auszumalen, der soll dies bitte für sich selbst tun. Allein beim Gedanken der architektonischen Umsetzung von Überblendungseffekten z.B. wenn der Aufzug aufgeht oder so lassen mich innerlich zusammenzucken, sodass die entsprechende innere Versöhnng nicht unter zwei paar Schuhen oder dem Äquivalent in Überkniestrümpfen japanischer Bauart vonstatten geht.
Sonntag, 9. März 2008
Spuren auf dem Zettel des Waldes
In der Disziplin des Weisheitenbefolgens bin ich zugegebenenermaßen keine Großmeisterin, ich habe mich eher auf das Weisheitenerfindenundselbstnichtdranhalten spezialisiert. Bei alten Indianerweisheiten mach ich aber eine Ausnahme, insbesondere, wenn sie selbst erdacht sind. Die eingangs genannte Weisheit jedenfalls betrachte ich als eine, die sich mit meinem Vorhaben, am ersten T-Shirt-warmen Sonntag des Jahres der Naherholung nachzugehen, deckt.
"Hinterlasse deine Spuren nur auf der Haut der Birke, denn sie ist der Zettel des Waldes."
Ein junges Naherholerpärchen hat sich auf die sterbliche und vielleicht bald zu Streichholz oder Tischbein verarbeitete Hülle des Freundes Baum niedergelassen. Ich habe mich zu ihnen gesellt, jedoch schnell festgestellt, dass ihr Bedarf an indianischer Lebenshilfe schon gedeckt war.Samstag, 8. März 2008
Die Frisur auf links gedreht
Hat er dann auch. Er ist ein netter Kerl, auch wenn er mein Foto seitenverkehrt abgedruckt hat. Ob ich mal meinen Scheitel auf links drehen sollte? Meine Frisur ist ja irgendwie schon so mein Erkennungszeichen - da muss ich aufpassen, dass ich noch wiedererkannt werde. Ansonsten muss sich der Betrachter an den großzügigen Augenbrauen, der spitzen Nase oder am Leberfleck auf meinem Arsch orientieren.
Leider habe ich noch keine Erkennungsmelodie, das wäre mal was anständiges. Audio-Branding sagt dazu der Medienfutzi. Das ist natürlich Firlefanz, aber Firlefanz ist gut. Ich schweife mal wieder ab. Lest den Artikel und kauft euch die Zeitschrift.
Freitag, 22. Februar 2008
Kosmisches Monster gegen das Übel der Welt
Wunderbare neue Platte: Monstre Cosmic von Monade. Ich habe Emma, einen derer Studioschlagzeuger im Internet kennengelernt und bin ganz hin und weg (von der Platte natürlich). Mein Französisch ist nicht ganz so fließend, wie ich es gerne hätte, was die Kommunikation leicht beeinträchtigt.Plattenkritik, kurz und unfachkundig aber ehrlich
Für nicht-Monadisten sei vorangestellt: Die Band aus Bordeaux gruppiert sich um Stereolab-Sängerin Laetitia Sadier, die die stereolabsche Kreativpause nutzte um die mittlerweile dritte Platte für Monade aufzunehmen. Hätte ich eine Stimme, so sollte es die von Laetitia sein. Ich würde den ganzen Tag singen und mir selbst dabei zuhören. Wenn dann noch so schön dazu musiziert werden würde wie auf dieser Platte, dann wäre jeder Tag wie Ostern, Weihnachten und Weltspartag zusammen. Menschen mit Lieblichkeitsintolleranz seien gewarnt: Das Monster im Titel der Platte ist ein bisschen irreführend. Holt lieber eine eurer alten Slayer-Platten aus dem Schrank. Monstre Cosmic hat eine Schwäche in der Disziplin Metallhymnen.La traduction d'ordinateur
Pour les Non-Monadistes, on place en tête : Monade se groupe autour du stéréolab chanteur Laetitia Sadier qui a utilisé la coupure créative stereolaboise pour recorder la troisième CD de Monade. Si j'avais une voix, ce devrait sont celui des Laetitia. Je chanterais le jour entier et m'écouterais -même. Lorsqu'on faisait alors de la musique encore aussi bien que sur cette CD chaque jour serait ensemble comme Pâques et Noël. Des hommes sans sens pour grâce sont avertis : Le Monster dans le titre de la CD est un peu trompeur. Une prend plutôt votre vieux Cds de Slayer du coffret. Le Monstre Cosmic a une faiblesse dans la discipline hymnes de métal.
Donnerstag, 21. Februar 2008
Neue Arbeitskleidung gegen dorische Unleidigkeit
Dienstag, 19. Februar 2008
Zettel pflastern meinen Weg
Das virtuelle Leben stellt bisweilen Herausforderungen. Eine davon: Nur das innere Auge kann mich sehen, das herkömmliche Auge (oder auf Marketingdeutsch: die Classic-Variante) braucht noch etwas Nachhilfe im Erfassen dorischer Lebensformen. Hier sind Tricks gefragt und Zettel antworten. Wo ich hingeh' bleiben Post-its, ich hinterlasse Spuren. Jeder kann die Spuren mitnehmen und verfolgen, sie verschwinden irgendwann auch wieder.
So findet man mich in meiner kulinarischen Wahlheimat bei Frau Do, die auf diesem Bild gerade gnadenlos in die Chillikiste greift um dem Schlammfisch auf die Sprünge zu helfen.
Ebenso präsent bin ich in meiner Stammkneipe und fordere den Betrachter zum gesteigerten Konsum von Saurem auf.Sonntag, 3. Februar 2008
Kalte Füße sind unsexi
Ich habe mich zur Feier des Tages fesch eingekleidet und entblöse auch ein arges Bisschen mein Beinwerk. Zum Glück sitze ich, die Schuhe scheinen nicht sonderlich zum Stehen oder gar Laufen entworfen worden zu sein - es sind klassische Bett-Schuhe. Ich präferiere jedoch den schuhlosen Bettgang. An kalten Tagen sind Socken gerade noch akzeptabel. Das ist zwar nicht sexi, aber kalte Füße sind noch unsexier.Mittwoch, 30. Januar 2008
Glück Dank richtigem Lidschatten
Sonntag, 27. Januar 2008
Auf Postkarten machen sich Doren gut.
Wem die Karte gefällt, dem schick ich sie gerne auch in hoher Auflösung zum ausdrucken und verschicken. dora.asemwald@gmx.netDorische Beschäftigtheit und andere dumme Entschuldigungen.
Diese schöne Anzeige habe ich in diesem Heft untergebracht:
Freitag, 21. Dezember 2007
Besinnungslosliche Weichnachtsfeiertage
Ich wünsche allen, die mich kennen und nett zu mir sind ein frohes Weihnachten und die dazugehörige Weihnachtszeit, in der sich die kleinen und großen Abstürze wie Perlen an einer Kette aneinander reihen und erst im neuen Jahr dem Überdruss zum Opfer fallen.Jene die ich kenne die nicht so nett zu mir sind sollen mir den Buckel runter rutschen und Opfer dem weihnachtsüblichen Übel Besinnlichkeit zum Opfer fallen. Worauf bitte soll man sich denn Besinnen? Friede? Freude? Und warum denn nur zur Weihnachtszeit? Besinnen ist doof, handeln ist besser. Besinnungslosigkeit ist manchmal wünschenswert, insbesondere jetzt. Total entsinnt und entzweckt lebt's sich bisweilen besser, auch im Winter, wenn es schneit. Wer sich nach dem Sinn meiner Ausführungen hier fragt, hat die Grundbotschaft nicht verstanden, den Schuss nicht gehört und so weiter. Es sollte dem Leser mittlerweile geläufig sein, dass ich hin und wieder in die Sinnesleere abschweife, wild die Themen wechsel und mich einen Teufel um Logik und dergleichen schere. Besinnlichkeit ist bei mir vergebene Liebesmüh, das ist nur für Leute, die noch irgendwie an einen Sinn hinter allem glauben und diesen stets suchen. Dummerweise verschwindet er rasch, wenn man ihn soeben erspäht hat. Schlau sind jene (wie zum Beispiel Frau Asemwald), die sich dem Diktat der Sinnfrage entziehen. Wer glaubt, dass "Sinn machen" glücklich macht, der sollte sich lieber nach einer erfolgsversprechenderen Tätigkeit umschauen, der Weg der sinnlosen Sinnsuche ist steinig, frustrierend und verbittert.
Und was stellt man dann mit dem Sinn an, sollte er einem doch zu laufen? Macht er satt, glücklich oder leuchtet er im Dunkeln? Verbessert er die Welt, macht Kinder gesund und die Katze glücklich? Katzen sind befreit von der Sinnbesessenheit ihrer Menschen. Sie sinnieren wenig, sie sind einfach. Ohne Fragen. Hauptsache kleine Tiere zum jagen, genügend Sheeba in der Schale und eine Fußbodenheizung. Manchmal wäre Katzesein von Vorteil, nicht nur, wenn man sich durch enge Durchgänge zwängen muss.
Sonntag, 16. Dezember 2007
Kekszeit!

Wer backt mir zu Weihnachten Dorayakis? Das ist sicherlich die Krönung japanischer Backkunst, wie man unschwer am Namen erkennen kann.


Ein großer Freund des Dorayakis ist Doraemon, ein ohrenloser Katzenroboter aus dem 22. Jahrhundert, auf den ich hier bestimmt noch mal genauer eingehen werde.
Rezept:http://japanesefood.about.com/od/japanesecake/r/dorayaki.htm
Schlussendlich treiben mich Ungeduld und Kaufrausch in neue Kleider: Das Japanische Nationalkostüm. 






